04.07.2012, Nachrichten

Mehr abschalten! - Offlinezeiten sind für Arbeitnehmer extrem wichtig

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Mehr abschalten! - Offlinezeiten sind für Arbeitnehmer extrem wichtig

Anmoderationsvorschlag:

60 Prozent der Arbeitnehmer müssen laut Deutschem Gewerkschaftsbund in ihrer Freizeit für den Chef erreichbar sein. Nicht abschalten zu können geht aber auf Kosten der Entspannung und Erholung. Welche Folgen das auf Dauer haben kann und wie die sich vermeiden lassen, weiß Jessica Martin. Sprecherin: Die ständige Erreichbarkeit nervt längst nicht nur Familie und Freunde, sie kann im Extremfall auch auf die Gesundheit schlagen. Und das aus gutem Grund, wie der Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Prof. Dr. Dirk Windemuth, erklärt.

O-Ton 1 (Prof. Dr. Dirk Windemuth, 0:13 Min.): "Mir fehlt die Erholung, mir fehlt die Möglichkeit, dass ich mich körperlich und psychisch regeneriere - und das kann wiederum längerfristig dazu führen, dass ich psychisch oder psychosomatisch beeinträchtigt oder auch krank werde."

Sprecherin: Es gibt aber Warnsignale, die klar darauf hindeuten, dass etwas schief läuft.

O-Ton 2 (Prof. Dr. Dirk Windemuth, 0:17 Min.): "Wenn ich feststelle, dass ich irgendwann über längere Zeit große Schlafprobleme habe oder dass ich mich am Arbeitsplatz nicht mehr richtig konzentrieren kann oder auch auf Ereignisse in der Umwelt ganz gereizt reagiere, dann sollte ich erkennen, hier läuft etwas nicht gut und überprüfen, ob ich vielleicht etwas ändern muss."

Sprecherin: Das gilt übrigens sowohl für die Arbeitszeit...

O-Ton 3 (Prof. Dr. Dirk Windemuth, 0:12 Min.): "...dass ich die vorgeschriebenen Pausen effektiv nutze, in den Pausen nicht meine E-Mails checke oder im Internet surfe, sondern auch dort etwas ganz anderes mache, als das, was ich während der Arbeitszeit mache..."

Sprecherin: ...als auch für den Feierabend und das Wochenende.

O-Ton 4 (Prof. Dr. Dirk Windemuth, 0:15 Min.): "Eben möglichst nicht erreichbar zu sein und stattdessen nach Feierabend wirklich abzuschalten, zum Beispiel, indem ich direkt nach Feierabend Sport mache oder mich im Garten betätige oder andere Dinge machen, die mir Freude bereiten, aber nichts mit der Arbeit zu tun haben."

Sprecherin: Nur innerlich von der Arbeit abzuschalten, reicht allerdings nicht. Besser ist, lieber öfter mal ganz offline zu gehen.

O-Ton 5 (Prof. Dr. Dirk Windemuth, 0:17 Min.): "Jedes Handy kann man abschalten und man kann auch E-Mail-Programme abschalten, das heißt, man ist nicht die ganze Zeit online. All diese Möglichkeiten kann man nutzen. Wichtig ist aber, das muss man im Betrieb vorher kommunizieren und vereinbaren. Es kann nicht sein, dass jemand nicht mehr erreichbar ist und der Vorgesetzte weiß es nicht."

Abmoderationsvorschlag: Mehr zu diesem Thema und vielen weiteren Stress-auslösenden Faktoren bei der Arbeit finden Sie im Internet unter www.dguv.de/iag.


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